ACHTSAMKEIT MBSR WALTER SCHITTER
ACHTSAMKEIT MBSR WALTER SCHITTER 

 

DIE INNERE HALTUNG DER ACHTSAMKEIT

 

Achtsamkeitspraxis

Achtsamkeit entsteht nicht einfach wie von selbst, nur weil man zu der Überzeugung gelangt ist, dass es nützlich und wünschenswert wäre, bewusster zu leben. Es bedarf vielmehr einer starken Entschlossenheit, sowie einer wirklichen Überzeugung vom Wert solchen Tuns.

 

Nichtbeurteilen

Wenn du beginnst, auf deine Gedanken zu achten, dann wirst du schon bald bemerken, dass so ziemlich alles in der einen oder anderen Weise ein Urteil ist. Es ist wichtig, dass wir uns dessen bewusst werden. Wir müssen das Urteilen nicht beurteilen oder versuchen, es zu verändern. Wir müssen es nur sehen. Dann kann wahre Unterscheidungskraft entstehen, und wir sehen die Dinge so, wie sie sind.

 

Geduld

Wir versuchen immer irgendwo anders hinzukommen. Wir haben ein starkes Bedürfnis, auf dem Weg in eine bessere Zeit zu sein, in der sich für uns alles zum Besseren wenden wird. Deshalb werden wir schnell ungeduldig und getrieben.

 

Der Anfängergeist

Diese Qualität des Bewusstseins sieht die Dinge neu und frisch, wie zum ersten Mal mit einem Gefühl der Neugier. Es bedeutet, dass Sie in diesem Moment innerlich eine Weite erfahren, durch die Sie nicht in dem gefangen sind, was Sie wissen oder erfahren haben.

 

Vertrauen

Wichtiger Bestandteil dieser Praxis ist das Entwickeln von Vertrauen in die eigene innere Weisheit. Die meisten Menschen verlassen sich lieber auf äußere Autoritäten, anstatt ihrer eigenen inneren Stimme zu vertrauen.

 

Nichtgreifen

Mit dieser Qualität von Bewusstheit gibt es kein Habenwollen oder Festhalten, keine Abneigungen gegen Veränderungen oder Bewegung weg von dem, was auch immer im Moment auftaucht. Nichtgreifen bedeutet mit anderen Worten, nicht zu versuchen, irgendwo anders hin zu gelangen, als man in jedem Augenblick ist.

 

Akzeptieren

Akzeptanz bedeutet die Schmerzen, die man hat, anzunehmen. Wenn du übergewichtig bist, dann akzeptiere deine  Kilos als Teil deines Körpers zum gegenwärtigen Zeitpunkt. Immer wieder gibt es Situationen oder Gegebenheiten, mit denen wir uns früher oder später, oft erst nach heftigem, inneren Widerstand, arrangieren müssen. Dieses Stadium gehört zum inneren Aussöhnungsprozess und ist gleichzeitig unerlässlich für jede Heilung.  

 

Loslassen

Das Prinzip des Loslassens oder Nicht-Anhaftens gehört zu den Grundvoraussetzungen der Achtsamkeitsmeditation. Wenn wir lernen, das innere Geschehen aufmerksam zu beobachten, kristallisieren sich sehr schnell diejenigen Anschauungen, Gefühle und Gewohnheiten heraus, an denen man unbedingt festhalten möchte. In der Regel sind es solche, die uns positiv stimmen. An ihnen hängen wir so sehr, dass wir sie am liebsten immer wieder heraufbeschwören möchten, um uns an ihnen zu erfreuen. Anders ist es bei unliebsamen oder gar bei beängstigenden Gedanken und Gefühlen. Diese wäre man am liebsten los oder zumindest wüsste man gern, wie sie sich vermeiden ließen.

Die Gewohnheit, sich an manche Dinge zu klammern und andere abzulehnen, wird in der Meditation als unbrauchbar erkannt und abgelegt.

 

 

 

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